Handschrift

Liebe LeserInnen,

zur Zeit bin ich von einer Spracherkennungssoftware begeistert; das Aufsprechen gelingt überraschend gut. Aber, selbst wenn in ein paar Jahren ein Programm auf dem Markt käme, das meine Gedanken ausliest, würde es sich allenfalls um eine Ergänzung zum Schreiben mit der Hand handeln.

Denn: Wenn ich zu lange nicht mit der Hand schreibe, sehne ich mich nach meinem Füllfederhalter und der sinnlichen Erfahrung, zu hören, wie die Feder berhuigend über das Papier gleitet. Manchmal benutze ich Tinte, die nach Schokolade riecht, für einen Schriftsteller, der die Sinne der Leser ansprechen und abnehmen möchte, ist das nicht die schlechteste Quelle der Inspiration.7

Wenn ich mit der Feder Gedanken und Gefühle fließend aufs Papier zaubere, wird meine Seele zu einem kraftspendenden Bach, der sachte vor sich hin plätschert. So zu schreiben, ist Achtsamkeit und entschleunigende Meditation.

58|Träumt, lest und schreibt schön!

Euer Sebastian