Ein sommerliches Zitat

#autorenwahnsinn #sommerloch-Edition #tag 4

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Liebe LeserInnen,

für das sommerliche Zitat habe ich in alten Texten gekramt. Denkt ihr auch, dass Schmetterlinge Geschöpfe sind, die den Sommer bereichern?

Wenn dem so ist, habe ich ein passendes Zitat für euch, dass zum Autorendasein passt, und zu dem ich euch die Entstehung nahebringen möchte.

Am Abend eines meiner Geburtstage ließ ich das vergangene Lebensjahr Revue passieren, trank ein Glas Wein und fragte mich: Was hat ein Schriftsteller mit einer Raupe gemeinsam?« (Wenn ihr mich fragen möchtet, um welchen Rotwein es sich dabei handelte, kann ich das nachvollziehen. Sicherlich wollt ihr vemeiden, den Gleichen zu trinken. Wer will sich am Abend seines Geburtstages schon so eine Frage stellen? Nun, auch wenn es euch überrascht, ich fand es äußerst spannend, mich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.) Nachdem ich eine Weile darüber sinnierte, hatte ich sie. Die Quintessenz:

»Die Rohfassungen von Schriftstellern und Schmetterlingen sind für die Tonne, mit Geduld kann bei ihnen etwas Schönes entstehen, und bei der Veröffentlichung bekommen beide das große Flattern!«

Warum diese Erkenntnis für mich so bedeutsam ist, dass ich sie hier niederschreibe? Ich liebe Schmetterlinge und die Metamorphose, die nicht nur bei diesen wunderbaren Faltern, sondern auch in jedem von uns möglich ist – so kann ein Vergleich zwischen einer Raupe und unserem menschlichen Wesen ebenfalls interessant sein. So, nun genug philosophiert.

Als ich ein Jugendlicher war, fragte mich mein Großvater einmal: »Weißt du, warum die Philosophen Philosophen heißen?« Ich schüttelte ratlos mit dem Kopf. »Weil sie viel sofen!« Jetzt verstehe ich, was er damit gemeint hat.

Euer Sebastian

Wo verbringst du den Sommer?

Liebe LeserInnen,

wo verbringt ihr den Sommer?

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#Autorenwahnsinn #Sommerloch-Edition #Tag3

Ich verbringe den Sommer achtsam im Pech, im Glück und der neutralen Zone.

Jeder dieser drei Musketiere (zusammen sind sie stark) zeigt mir Facetten des Lebens, die mich inspirieren und mir als Mensch und Autor helfen.

Manch einer mag mich als Kulturbanausen beschimpfen, weil ich den drei Musketieren Glück, Pech und Neutralität zuordne. Ich versuche, diese drei Elemente als Team zu verstehen, denn alle drei Attribute gehören zum Leben und somit auch zum Schreiben. Wer wäre als Symbol eines Dreier-Teams besser geeignet als das der drei Musketiere?

»Und jetzt, Freunde«, sagte d’Artagnan, ohne sich die Mühe zu machen, Porthos sein Verhalten zu erklären, »einer für alle, alle für einen! Das soll unser Wahlspruch sein, einverstanden?«

 

Dem kann ich nichts entgegensetzen. Also los, Pech, Glück und Neutralität:

»Einer für alle, alle für einen!«

 

Natürlich verbringe ich Teile des Sommers in den Köpfen meiner Romancharaktere, aber keine Sorge:

Ich werde auch reale (W)orte aufsuchen.

Sommer der Achtsamkeit,
mein Buch werde ich nicht leid,
im Pech
schmeiß ich alles wech,
im Glück
schreibe und genieße ich wie verrückt,
in der neutralen Zone
darf ich mich schonen und belohnen.

Take care an be creative!

Euer Sebastian

Dein Schreibziel für den August

#Autorenwahnsinn #Tag2

Mein Schreibziel für den Monat August lässt sich in vier / fünf Buchstaben zusammenfassen:

 

S wie Schreiben

 

P wie Planen, Pausen und Placebo hören

 

A wie Achtsam wahrnehmen, Aufgeben ist verboten

 

S wie Spontan und Salutieren vor dem Kreativitäts-Ich in meinem Kopf, es hat das Kommando (mein kreatives Kind heißt übrigens Seeli, wir tauschen manchmal E-Mails aus)

 

S wie Saufen (Wasser und natürlich Espresso, der ist gesünder als Kaffee) Vom Alkohol hat hier niemand gesprochen 😉

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Keep coffee, creative and cool!

 

Euer Sebastian

Woran schreibst du diesen Sommer?

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#Autorenwahnsinn #Tag1

An einem Roman.

Es geht um eine Mondschreinkranke, die in das Visier eines Pharmakonzerns gerät. Der Konzern setzt einen Mann auf die freie Journalistin an, der sie ausspionieren soll. Der Hacker wird unter Druck gesetzt, verliebt sich aber in das Opfer.

Ursprünglich sollte der Roman ein Thriller werden, bei und nach den Vorbereitungen wurde mir bewusst, dass ich mir wünsche, dass neben dem spannenden Gerüst die Liebesgeschichte, Freundschaft sowie der Umgang mit Verlusten und Verletzungen ebenfalls detaillierten Einzug erhalten sollten.

Auf dem Buchdeckel wird am Ende schlicht »Roman« stehen.

Ein Auszug aus Szene 3:

Bei dem Zeug, das sie sich reingeschüttet hat, würde es mich nicht wundern, wenn sie mein Gesicht in ein paar Stunden vergessen hätte. Ich komme nicht an meine Unterlagen. Sie liegt drauf. Scheiße, Scheiße. Scheiße.

An ihre Daten käme ich leichter, als von meinem Ford aus, aber Diana hätte niemals mein Gesicht sehen dürfen. Da hat sich Gerstner unmissverständlich ausgedrückt. Ich könnte meinen Bruder Tim anrufen, seit meinem Gefängnisaufenthalt ist er zu mir auf Distanz gegangen, aber er hat mich mir schon öfter aus der Patsche geholfen.

Mein Auftraggeber legt größten Wert auf Diskretion. Wenn das hier rauskommt, platzt der Deal.

Nein, mein Bruder hat Geld und Einfluss und mich früher immer rausgeboxt, wenn es brenzlig wurde, aber diesen Kampf muss ich alleine bestehen.

Ich ziehe mein Handy aus der Tasche, um Gerstner anzurufen. Dianas Seufzen lässt mich zusammenfahren. Das Smartphone fällt zu Boden. Diana träumt lebhaft, aber sie schläft noch. Als ich mein Handy aufhebe, sehe ich den Sprung, der sich rechts über die Glasscheibe zieht. Ich taste das Display ab. Die Sensorik funktioniert noch.

Ich gehe in die Küche und schließe die Tür.

Gerstner wirkt überrascht.

»Die Frau hatte vor dem Haus einen Zusammenbruch, ich bin eingeschritten, um zu helfen«, flüstere ich.

Ich warte darauf, dass er mich anschreit.

»Hat sie dein Gesicht gesehen?«

»Ja.«

»Du hast schon mal jemanden getötet, oder?«

 

Autorenwahnsinn

Liebe LeserInnen,

weil der Alltag mich im Januar aus dem Autorenwahnsinn-Projekt gerissen hat wie ein Gewitter den Sonnenbadenden aus dem Liegestuhl, freue ich mich über die Ankündigung einer erneuten Challenge von www.schreibwahnsinn.de.

Dienstag geht´s los!

Ich werde auf meiner Webseite, Facebook und Instagram die Fragen beantworten.

Es ist eine tolle Idee, auf diese Weise Autoren und Leser miteinander zu vernetzen.

Andere Autoren betrachte ich nicht als Konkurrenten.

Folgener Aphorismus entsprang mir in einer weisen Minute.

“Autoren sind keine Konkurrenten, sondern gemeinsam Schiffsreisende mit unterschiedlichen Häfen als Ziel.”

Ich wünsche euch einen kreativen Sonntag!

Euer Sebastian