Schreiben ist Schutz

Liebe LeserInnen,

anbei teile ich eine Schreibübung mit euch. Zehn Minuten habe ich geschrieben, ohne den Füller abzusetzen. Viel Spaß!

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Schreiben ist Schutz. Ein Felsen, der einen nahe eines Vulkans behütet.

Indem ich schreibe, vermag ich nicht den Ausbruch von Vulkanen zu verhindern, aber die Tätigkeit hilft mir, Katastrophen zu überstehen. Nachdem die Lava Häuser unter sich begraben hat, mag alles um mich herum trostlos wirken, aber als Autor besitze ich die Macht, die Zeiten miteinander zu verschmelzen und Segmente des Vergangenen zum Leben zu erwecken.

Als Mensch, der oft von Kontakten zur Außenwelt gelebt hat, zehre ich heute immer mehr von Begegnungen mit meiner Innenwelt. Die Schätze, die innerhalb eines Menschen verborgen sind, können wir schreibend mit einer Flauschdecke zu Tage fördern und wie Ereignisse unseres Alltags bestaunen.

Räumlich gesehen ist die Größe der Welt gewaltig, kaum mit unserer Vorstellung zu erfassen, aber das, was sich in uns befindet, ist mindestens genauso groß und voller Kostbarkeiten, die wir zwar nicht schmecken und riechen, wohl aber fühlen und genießen dürfen. Gelegentlich mit verstörender, aber noch viel häufiger mit aufbauender Wirkung.

Die Schätze in uns zu heben, bedeutet, dass sie im Umfeld sichtbar werden: Im verträumten Glänzen unserer Augen, in unserem Einfühlungsvermögen, unserem sich stets erneuernden Wesen und unseren Visionen.

Schreiben heilt.

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

Teilnahme an einer Ausschreibung des Piper-Verlags

Liebe LeserInnen,

ein paar Tage fühlte ich mich hin- und hergerissen, ob ich die Entstehungsphase meines Romans öffentlich teile.

Letztlich nehme ich mit meinem Buch an einer Ausschreibung des Piper-Verlags teil, die bis zum 14.März 2018 befristet ist. Mein Motto ist: Dabei sein ist alles. Für mich ist es schon ein Erfolg, wenn ich einen Roman fertigschreibe und ich mir somit einen Kindheitstraum erfülle. Wenn es dann noch ein paar Leute gut finden: Umso besser.

Da die Ausschreibung nur die Plattform www.sweek.com betrifft, bitte ich euch, mir dort zu folgen und für mich zu stimmen, falls ihr Freude an meinem Werk habt.

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Auf sweek.com findet ihr unter dem Titel Mondscheintanz Kapitel, die ich alle 1-2 Tage veröffentliche. Wenn es euch gefällt, freue ich mich, wenn ihr mir folgt und für mich abstimmt, in dem ihr meine Kaptel liked.

Ich wünsche euch eine besinnliche Weihnachtszeit.

Link zum Romanprojekt Mondscheintanz, einem Roman über Freundschaft, Liebe, Sucht, Glaube, Glück und Hoffnung.

Bei der Plattform »Sweek« ist die Anmeldung kostenlos, und man geht mit ihr keine Verpflichtung ein.

Wenn ihr mir folgt (Plus-Symbol), kriegt ihr Nachrichten (Sweek gibt es auch auf dem Handy als App) über Fortsetzungen meines Romans.

Euer Sebastian

Woran ich gerade arbeite

Liebe LeserInnen,

es ist eine Weile her, als ich zuletzt von mir hören ließ. Ein bisschen haderte ich auch mit mir, ob ich diesen Text mit den folgenden Links veröffentlichen möchte.

Woran ich gerader arbeite?

An einem Roman, für den ich die Arbeit Anfang November aufgenommen habe. Der eine oder andere mag sich jetzt fragen, warum ich damit hinter dem Berg halten wollte.

Wollte ich gar nicht, nur verfolge ich in der Entstehungsphase einen Weg, der manche Leserin und manchen Leser irritieren könnte.

Ich poste nämlich im Internet nach und nach die Schnipsel meiner Rohfassung. »Wie will ich mit dem Roman Geld verdienen, wenn ich ihn kostenlos präsentiere?« wäre eine plausible Frage.

Um das zu erklären, möchte ich mich darauf besinnen, was für ein Autor ich bin und warum ich schreibe.

Ich bin, gemessen an den Erfolgreichen mit entsprechenden Verkaufszahlen in der Buchbranche, ein kaum bekannter Autor. Der Buchmarkt ist riesig und ich schreibe nicht, weil ich hoffe, dadurch reich zu werden. Und wenn ich irgendwann doch das Glück haben sollte, ein großes Publikum zu erreichen, nehme ich das gerne an. Aber ich erwarte das nicht.

Ich schreibe, weil es mir eine riesige Freude macht. Jeden Tag.

Natürlich möchte ich auch Leser erreichen und diese unterhalten.

Wenn andere Anteil an meinem Schaffen nehmen, motiviert mich das und so kam ich vor einiger Zeit auf die Idee, auf Plattformen wie Wattpad, Sweek, Instagram und Snipsl nach und nach mein Manuskript, gesplittet in kleine Häppchen, zu veröffentlichen.

Bei Instagram poste ich jeden Tag kleine Schnipsel, bei den anderen Plattformen im Abstand von zwei Tagen neue Szenen.

Ich habe etwas gehamstert, sodass ich nicht in Stress gerate, wenn ich mal mehr als zwei Tage für einen neuen Teil benötigen sollte.

Ich lade euch herzlich ein, mir beim Schreiben über die Schulter zu gucken, wobei ich hinzufügen möchte, dass die Rohfassung am Ende ein Klotz sein wird, den es im Anschluss noch mehrere Monate zu überarbeiten gilt.

Anbei die Links, die zu meinen Romanszenen führen:

Wattpad

https://sweek.com/

http://www.snipslmedia.de/startseite/

Alle drei Anbieter stellen kostenlose Apps zur Verfügung, die man über den Play- oder Applestore runterladen kann. Die Bücher sind so bequem auf dem Handy oder Tablet zu lesen. Auch das Lesen auf dem PC-Bildschirm ist möglich.

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Arbeitstitel ist »Mondscheintanz«.

Die Storyidee:

Yannick hat versagt und ist im Begriff, in ein heruntergekommenes safrangelbes Haus einzuziehen, um sich den Rest seines Verstandes wegzusaufen.

Diana ist Journalistin und führt ein eingeigeltes Nachtleben, bis Yannick unter ihr einzieht und ihr tristes Leben auf den Kopf stellt.

Es bleibt noch zu ergänzen, dass alle Personen und Handlungen frei erfunden sind. Die Ich-Perspektive wechelt sich zwischen Yannick und Diana ab.

Ein eindeutiges Genre könnte ich dem Roman nicht zuordnen. Themen wie Glück, Glaube, Lebenskrisen, Freundschaft und Liebe spielen eine Rolle. Ich werde mein Werk also schlicht der Gattung »Roman« zuweisen.

Bei meinem Erstversuch plante ich die Handlung von vorne bis hinten durch, stellte aber bald fest, dass diese Arbeitsweise nicht meiner Persönlichkeit entspricht.

Ich habe grobe Ideen im Kopf, mag es jedoch, beim Schreiben Figuren und Handlungen lebendig werden zu lassen und zu entdecken.

Wenn ich schreibe, ist es, als tauche ich in eine Parallelwelt ein. Auf diese Weise gelingt es mir besser, mit Leidenschaft zu schreiben.

Sämtliche Szenen schreibe ich mit einem Füllfederhalter vor und tippe sie im Anschluss ab. Ich habe festgestellt, dass diese Vorgehensweise Balsam für meine Kreativität ist.

Verfolgt mich auf einer der o.g. Plattformen, wenn ihr mögt. Vielleicht lesen wir uns ja!

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

 

 

Eine Schreibübung

Liebe LeserInnen,

in der letzten Zeit war ich oft kreativ, nur habe ich keine Texte veröffentlicht. Am heutigen Tag möchte ich ein Lebenszeichen von mir geben, und eine Schreibübung mit euch teilen, die mir die Augen geöffnet hat:

Der Verlag sitzt mir wie eine mit dem Schnabel hackende Krähe im Nacken, aber ich muss zum Glück nur noch das Ende meines Romans schreiben. Nach einigen Seiten, bei denen ich meine Tastatur malträtiert habe, lege ich das Papier in den Drucker. Gleich würde das Ende durch den Auswurfschacht flattern, und ich habe meine Arbeit vollbracht. Der Verlag wird zufrieden sein. Grinsend reibe ich mir die Hände.

Der Drucker spuckt das Blatt aus und ich schicke mich an, das Ende zu begutachten. Ein Ende, dass ich wie den ganzen Roman im Voraus geplant habe.

Wahre Fleißarbeit.

Ich drehe das Papier in meinen Händen. Irgendetwas stimmt nicht, und ich beginne zu lesen.

»Langweilig. das wirkt durchgeplant wie ein Betriebsausflug, und genauso langweilig. Als Leser will man unterhalten werden, aus dem durchgeplanten Alltag in eine Welt entführt werden, in der es verrückt und unvorhersehbar zugeht. Fang noch mal von vorne an zu schreiben. Und schreibe diesmal mit dem Blut deines Herzens.

Das hier … ist bestenfalls konstruiertes Material. Entführe die Leser in eine Welt, in der die Grenzen zur Realität verschwimmen. Selbst, wenn das, was du schreibst, in einer realen Welt spielt. So was gelingt dir nicht am Reißbrett.«

Ich starre regungslos auf das Blatt, dann auf meinen Bildschirm. Das habe ich doch unmöglich gerade geschrieben.

Das Romanmanuskript, alle geschriebenen Seiten sind leer.

Irgendetwas hatte es gelöscht.

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

Neue Szene …

Liebe Leserfeundinnen und Lesefreunde,

In meiner Sammlung befindet sich ein Buch, das ich mal bis zur Hälfte gelesen habe und dann nicht wieder angerührt habe? Warum? Ehrlich gesagt kann ich das nicht sagen. Es ist ein herausragendes Buch. Vielleicht hat jedes Buch seine Zeit, und die Zeit dieses Werks ist noch nicht gekommen, aber ich verspürte den Wunsch, eine Perle herauszupicken und euch zu schenken. Es handelt sich um »Nachtzug nach Lissabon« von Pascal Mercier. Ich möchte euch einen Gedanken, einen Samen schicken, der in jedem, der Interesse hat, weiterwachsen kann. Gefällt er euch nicht? Nun, dann dürft ihr ihn entsorgen.

Nach ungefähr 17 Versuchen, per Zufall auf eine besondere Perle zu stoßen, fand ich etwas Besonderes, das mich ansprach, und das ich mit euch teilen möchte:

»… Ist nicht jeder Anblick eines Anderen und jeder Blickwechsel doch wie die gespenstisch kurze Begegnung von Blicken zwischen Reisenden, die aneinander vorbeigleiten, betäubt von der unmenschlichen Geschwindigkeit und der Faust des Luftdrucks, die alles zum Erzittern und Klirren bringt? … Ist es nicht in Wahrheit so, dass nicht die Menschen sich begegnen, sondern die Schatten, die ihre Vorstellungen werfen?«(«Nachtzug nach Lissabon«, S. 116)

Das waren die Worte von Prado, eines portugiesischen Schriftstellers, einer imaginären Figur aus »Nachtzug nach Lissabon«.

Was ist die Quintessenz? Ich werde über die Worte in den nächsten Tagen nachdenken und einen Spiegel mitnehmen, wenn ich spazieren gehe. Warum? Weil ich mich vergewissern möchte, dass mein Schatten59| nicht alleine läuft und ich ihn begleite. Ich möchte mehr sein als einen Schatten sein, wenn ich die Prüfungen dieses Lebens angehe. Hm, vielleicht könnte ich jetzt mit dem Verkauf von Spiegeln im Webshop satte Gewinne einfahren. Aber nein, das Erkennen des Ichs, des eigenen Wesens kann, so glaube ich, kann man nicht durch den Kauf eines Accessoirs bewerkstelligen.

Bis bald!

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

Die kleine Kaffeebohne

59|Wieviel Verantwortung auf so einer kleinen Kaffeebohne lastet … genug jedenfalls, dass ich den Sonnenaufgang schmecken kann. Er schmeckt kräftig, so kräftig, wie der Wind, der mich morgens flüsternd daran erinnert, warum ich auf dieser Welt bin.

Ich wünsche euch, dass das Aroma des Morgenkaffees euch in diesen Freitag führt, als tretet ihr in die Schatzkammer eines Philosophen, der zwar mehr Fragen als Antworten hat, aber das Glück im Besonderen des Alltäglichen zu entdecken vermag.

Denn der Einzug in das Ende der Woche hat immer Schätze zu bieten, nur muss man manche Einzelheiten von mehreren Seiten betrachten, um die Kostbarkeit an ihnen zu erkennen.

Schreibt, lest und chillt schön!

Euer Sebastian

Eine Hommage an das Leben!

Liebe LeserInnen,

eine gute Freundin schickte mir gestern das YouTube-Video eines Teenagers, der Knochenkrebs hatte. https://www.youtube.com/watch?v=9NjKgV65fpo&feature=youtu.be

Er starb 2013, siebzehn Tage nach seinem achtzehnten Geburtstag.

Mir ist bewusst, dass Videos oder Texte meist nur Facetten eines Menschen präsentieren. Oftmals geht es den Verantwortlichen nicht um den Menschen, sondern um die Vermarktung von Schicksalen.

Das Video über Zach Sobiechs Leben hat mich zu Tränen gerührt, und zwischen den Zeilen habe ich etwas entdeckt, von dem ich glaube, dass es echt war:

Zach war ein Mensch mit einer positiven Lebenseinstellung. Zu Beginn des Videos sagte er:

»Ich möchte, dass jeder weiß, dass man nicht herausfinden muss, dass man stirbt, um anfangen zu leben.«

Es ist pure Lebensfreude, die aus seinem Lied »Clouds« spricht:

https://www.youtube.com/watch?v=7zxXAtmmLLc

Bevor Zach das YouTube-Video präsentiert wurde, sagte man ihm: »Ich möchte nur, dass du weißt, dass diese Sachen nicht geschehen, weil du stirbst. Sondern wirklich aufgrund der Art und Weise, wie du lebst.«

Was war das Besondere an Zachs Art zu leben? Wenn ich mir das Video über seine Biografie anschaue, springt mich aus allen Winkeln Dankbarkeit an. Natürlich wird er auch Momente der Hoffnungslosigkeit ertragen haben, er wird zahlreiche dunkle Stunden durchlebt haben, die in dem Film über ihn nicht zu erahnen waren. Aber er hat nicht resigniert. Über das Sterben sagte er:

»Das Sterben ist in gewisser Weise nur ein anderer Teil der Agenda. Ja, es ist beängstigend, weil man nicht weiß, was als Nächstes kommt, oder, ob als Nächstes überhaupt was kommt. Es ist also so ähnlich wie im Dunkeln zu sitzen. Man hat entweder die Wahl, in der Dunkelheit auszurasten und zu denken: ›Okay. Was ist da draußen?‹ Oder man kann sich einfach entspannen und einschlafen … und glücklich und zufrieden mit allem zu sein. Ich möchte, dass man sich an mich erinnert als ein Kid, das bis zum Ende gekämpft hat. Ich habe nicht wirklich verloren.«

Eine Hommage voller Dankbarkeit an das Leben.

Ich glaube, dass man von so einer Perspektive der Dankbarkeit lernen kann, und dass dieser Teenager ein Vorbild sein kann für Menschen, die im Leben nur noch ein Schatten ihrer selbst sind.

Das Leben ist etwas Einzigartiges. Es ist so, als packten wir jeden Tag Geschenke aus, die uns mal mehr und mal weniger gefallen. Selbst an denen, die wir nicht mögen, haftet etwas Besonderes. Dafür möchte ich dankbar sein.

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Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

Poste uns dein allerliebstes Lieblingszitat aus deinem Manuskript.

Autorenwahnsinn

Tag 24

Liebe LeserInnen,

bei meinen beiden Hauptfiguren habe ich mitunter das Gefühl, dass ich von ihnen lernen kann. Mir gefällt der positive Zwischenton, der aus der folgenden Szene hervorgeht:

»›Hey!‹ Sachte legt Diana die Hand auf meine Schulter. Als ich aufblicke, feixt sie mich an. ›Du bist dennoch ein Gewinn für andere Menschen‹, sagt sie. ›Darf ich ausnahmsweise mal klugscheißen?‹

Ich grinse schwach.

›Betrachte die Vergangenheit als Kristallkugel, die dir deine Verletzungen zeigt, nicht, um an ihnen zu leiden, sondern, um die Wege zu erkennen, die aus den Narben hervorgehen.‹«

Schreibt32| und lest schön!

Euer Sebastian

Womit entspannst du nach dem Schreiben?

Autorenwahnsinn

Tag 23

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Liebe LeserInnen,

es fällt mir nicht leicht, diese Frage zu beantworten. Meist bin ich nach dem Schreiben glücklich und angeregt, oft auch entspannt.

Gerne relaxe ich mit einem guten Buch in der Badewanne, manchmal gucke ich mir Sportübertragungen, Serien oder Filme an, höre Musik, telefoniere oder treffe mich mit Freunden. Es ist seltsam, dass ich mir über Entspannung nach Schreibphasen bisher kaum Gedanken gemacht habe. Das mag daran liegen, dass ich Schreiben nie als Be-, sondern eher als Entlastung erlebe.

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

Zeig uns deinen liebsten Leseplatz in diesem Sommer!

Autorenwahnsinn

Tag 22

Liebe LeserInnen,

mein liebster Leseplatz in diesem Sommer ist das Siegufer. Orte, an denen Land und Wasser aufeinandertreffen, sind Elementegrenzen, die schon immer auf Menschen eine faszinierende Wirkung hatten. Wasser vermittelt mir gleichermaßen das Gefühl von Lebendigkeit und Entspannung. Schreiben wie Lesen sind achtsame Prozesse. Wo könnte ich solche tiefer erleben als in Umgebung rauschenden Wassers?

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

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