Leseproben, Kontaktformular und Kommentarfunktionen eingefügt

Liebe Leserinnnen und Leser,
Im aufklappbaren Menu “Meine Kurzgeschichten” habe ich ergänzend zu der Entstehung einiger Kurzgeschichten Leseproben hinzugefügt. So können Sie sich einen kleinen Einblick in meine Werke verschaffen.

Auf der Startseite habe ich links im Menu ein Kontaktfeld eingerichtet, so dass Sie mir gerne auf diesem Weg Ihre Eindrücke über die Webseite und deren Inhalte per mail mitteilen können.
Um mich gegen Spam zu schützen (leider gibt es im Internet Automatismen, die schadhafte Links und Spam über solche Kontaktfelder verschicken), habe ich ein Captcha eingefügt, das für Sie vielleicht einen kleinen Umstand darstellt.
Nach Ausfüllen des Formulars brauchen Sie nur die Buchstaben und Zahlen einzufügen, dann auf senden zu klicken, und schon landet Ihre Nachricht in meinem email-Postfach.
Ich bitte um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahme.

Außerdem habe ich für Beiträge meiner Seite Kommentarfunktionen hinzugefügt. Da ich nicht Rund um die Uhr Verantwortung für eingehende Kommentare übernehmen kann (leider kommt es im Netz häufig zu Verletzungen von Urheberrecht, zu Personenbeleidigungen und zu SPAM-Nachrichten), habe ich die Einstellungen so vorgenommen, dass ich eingereichte Kommentare auf meiner Webseite manuell freigeben werde. Das wird in der Regel innerhalb eines Tages geschehen.
Auch für diese Vorgehensweise bitte ich um Verständnis.

Über Rückmeldungen und Anregungen zur Verbesserung dieser Webseite freue ich mich sehr.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Viele Grüße

Sebastian Domke

 

 

Überarbeitung des Designs

Liebe Leute,

da ich mit der tristen Farbgestaltung meiner Webseite nicht zufrieden war, entschied ich mich, ein paar Änderungen vorzunehmen.
Antiquarisches Papier kam mir dabei ebenso in den Sinn wie eine alte, mechanische Schreibmaschine.
Warum ich mich im Zeitalter der Notebooks und I-Pads für eine alte Maschine aus einer vergangenen Zeit entschieden habe?
Bevor ich im Jahr 1994 eine höhere Handelsschule besuchte, erlernte ich das Zehn-Finger-Blind-Schreib-System auf einer mechanischen Schreibmaschine. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt schon lange Computer gab, bin ich für diese Erfahrung sehr dankbar.
Das hämmernde Geräusch der Tasten zu hören, war etwas ganz Besonderes. Ich fühlte mich dabei ein Stück weit in eine Vergangenheit versetzt, in der Informationen ausschließlich auf dem Postweg transportiert wurden.
In dieser Epoche konnte man über den Briefkasten noch die Übersicht wahren, während man heute täglich soviel Briefe in seinem e-Mail-Postfach auffindet wie ein Popstar.
Zugegeben, der Star erhält vorwiegend Fanpost, während unsereiner mit sogenannten Spam-Mails überhäuft wird. Gemeinsam haben wir allerdings, dass das Meiste im Papierkorb landet.
Seit mechanische Schreibmaschinen außer Betrieb sind, hat sich vieles getan. Die Zeit ist schnellebiger geworden, Informationen überhäufen uns im Sekundentakt, für die der Transport vergleichbarer Inhalte früher Tage gebraucht hätte.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich genieße die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit – aber ich finde, dass es wichtig ist, auch mal inne zu halten, um sich dem gewaltigen Tempo der Medien und der Gesellschaft zu entziehen.

Viele Grüße

Sebastian Domke

Kurzgeschichte als Dank für die Besuche auf meiner Webseite

Liebe Leserinnen und Leser,

spontan habe ich mich entschlossen, Besuchern dieser Webseite kostenlos eine Kurzgeschichte von mir zur Verfügung zu stellen. Sie trägt den Titel:
“Der Ratschlag des Kindes”.
Sie finden diese Geschichte in der Kategorie “Kostenlose Kurzgeschhichten”.

Wenn Sie schreiben wollen, was die Geschichte bei Ihnen ausgelöst hat, können Sie mich gerne mit einer email an sebastian.domke[at]tintenkuenstler.de kontaktieren.
Ihnen noch einen schönen Dienstag!
Viele Grüße
Sebastian Domke

Der Ratschlag des Kindes

Liebe Leserinnen und Leser,

als Dankeschön für Ihr Interesse an meiner Webseite stelle ich Ihnen eine kleine Kurzgeschichte zur Verfügung, die ich im letzten Jahr geschrieben habe.
Ein wenig finde ich mich in dieser Geschichte wieder.
Wie ist es bei Ihnen?

Viel Spaß beim Lesen!

 

Der Ratschlag des Kindes

 

Damiano Stebkes stürmte durch die Haustür in seine Wohnung.

„Hallo Clara!“ Clara kam ihm in der Diele entgegen, nahm ihn in den Arm und küsste ihn – wie an jedem Tag, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Er arbeitete seit einem Jahr als Journalist für eine Tageszeitung.

„Hallo, mein Schatz! Du kommst gerade richtig. Ich habe schon das Essen vorbereitet. Es braucht nur noch 10 Minuten. Es gibt heute Ratatouille, eines deiner Lieblingsgerichte!“

„Da knurrt mein Magen noch mehr, hörst du Ihn auch?“ Clara legte ihr Ohr mit spielerischem Ernst auf Damianos Bauch und lauschte.

„Hm, hört sich so an, als ob nicht viel mehr als 2 Toast mit Ei und eine Banane darin sind.“ Er versuchte, ein brummendes Geräusch durch seine aufgeplusterten Lippen zu erzeugen und klang dabei so tief, dass sie sich vor Lachen schüttelten. Sie nahmen an ihrem rustikalen Küchentisch gegenüber Platz und betrachteten sich erwartungsvoll. Clara schenkte ihm ein Glas Mineralwasser ein.

„Nick hole ich, nachdem das Essen fertig ist. Er spielt gerade in seinem Zimmer“, sagte Clara, die Damianos suchenden Blick bemerkt hatte. Ihr vierjähriger Sohn begrüßte ihn sonst immer, wenn er nach Hause kam. Etwas verwundert über die Versunkenheit seines Sohnes in seine Beschäftigung fragte er sie mit hochgezogenen Augenbrauen:

„Wie war euer Tag?” Seine Ungeduld, ihr von seinen Neuigkeiten zu berichten war wie ein aktiver Scheibenwischer, der immer wieder in sein Gesichtsfeld rückte und sich nicht abstellen ließ.

„Als ich unseren Sohnemann aus der Kita abgeholt habe, war scheinbar alles in Ordnung…“

Er konnte seine Unruhe einfach nicht mehr zähmen. Es platzte aus ihm heraus:

„Prima, mein Tag war auch ganz gut. Ich bekomme vielleicht bald die Hauptverantwortung für das Ressort Kultur, mein Chef fand, dass an meinen Artikeln nichts zu bemängeln war. 1A, sagte er. Karl erklärte mir, dass er mich für meine Ausdrucksfähigkeit bewundere, nur Heiko äußert sich über mein Schaffen abfällig…er ist ein Neidhammel, dass hätte mir fast den Tag vermiest, bis mein Chef mir im 4-Augen-Gespräch versicherte, dass ich es noch verdammt weit bringen werde….“

„Stop.“ Erstaunt unterbrach Damiano seinen Monolog.

„Kannst du mir eigentlich noch zuhören, oder hast du das schon verlernt?“, fragte ihn Clara. Er erstarrte wie jemand, der an der Uni einen Vortrag über die Funktionen eines Dieselmotors gehalten hatte und darüber informiert wurde, dass er im falschen Hörsaal war und vor Psychologiestudenten gesprochen hatte. Clara schaute ihm in die Augen. Die Fröhlichkeit war aus ihrem Gesicht verschwunden. Sie betrachtete ihn mit zusamengepressten Lippen und einem vorwurfsvollen Blick, der sich tief in sein Innerstes grub und einen Anflug von Scham in ihm auslöste. Dann fügte sie brüsk hinzu:

„Ich sagte, es war scheinbar alles in Ordnung. So wie das Wort „scheinbar“ sind dir in den letzten Wochen zahllose solcher Kleinigkeiten entgangen.“

Damiano wollte protestieren, aber Clara legte den Zeigefinger auf ihren Mund und gebot ihm, zu schweigen.

„Folge mir bitte.“ Wie ein Ölteppich auf dem Meer breitete sich in ihm sein schlechtes Gewissen aus. Sein Herz hämmerte immer stärker unter seiner Brust. Er begriff, dass es hier nicht um einen einzelnen Vorfall ging; er begann zu verstehen, dass bei seiner Frau der Druck wie aus einem Kessel mit Überdruck explosionsartig entwich. Und wie er sich eingestand, trug er dafür die Verantwortung. Langsam stand er auf und folgte seiner Frau. Clara öffnete die Tür des Kinderzimmers. Die Eltern betraten den Raum, ohne dass ihr Sohn das bemerkte. Nick hatte seinen ganzen Legovorrat vor sich auf dem Boden als Berg angehäuft und einige Steine in Form einer rechteckigen Fläche aufeinandergesetzt, um etwas zu bauen. Dazu hatte er alle Kisten mit Legosteinen verwendet und ausgeschüttet, die in einer Ecke des Zimmers gestanden hatten.

„Was siehst du?“ Damiano, dem immer noch unklar war, worauf sie hinaus wollte, antwortete:

„Ich sehe, dass unser Sohn offensichtlich begonnen hat, ein Bauwerk aus Legosteinen zu errichten. Einige Steine scheinen etwas locker zu sitzen, alles in allem hat er aber gute Arbeit geleistet…“

„Aber was siehst du, wenn du ihn anschaust?“

Er richtete seinen Blick auf Nick.

„Er sieht glücklich aus.“ Nick war gerade im Begriff, einen roten Legostein auf einen gelben zu setzen. Dabei ging er etwas ungelenk vor, so dass die Steine ein klackendes Geräusch verursachten. Daraufhin lachte er so herzlich und berührend, wie nur kleine Kinder es zustande bringen können.

„So glücklich wie er sahst du auch mal aus“, erklärte sie ihm.

„Als du dein sprachliches Talent entdeckt hattest, schriebst du Texte, in denen du versunken warst wie ein Bildhauer in eine Skulptur, die er aus dem Stein hauen will. Dich scherte es nicht, was andere dachten. Du wolltest mit deinen Worten malen, weil du geliebt hast, was du tust. Das Funkeln dieser Leidenschaft erkenne ich noch in deinen Augen, aber es wird immer mehr von der Gier nach Anerkennung anderer verdrängt.“ Tränen bildeten sich in ihren Augen.

„Mir ist klar, dass Anerkennung für dich wichtig ist. Ein Artist braucht den Applaus des Publikums, das was er tut, tut er ja nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. Er möchte schließlich unterhalten und jeder freut sich über ein ehrlich gemeintes Lob. Aber dieser Applaus ist eine Anerkennung für seine Leistung. Echte Wertschätzung für ihn als Person kann er nur von Gott, seiner Familie und seinen Freunden erfahren. Und was Du von uns…“, sie deutete mit dem Finger auf Nick und sich selbst, während sich ein feuchter Film auf ihren Netzhäuten bildete, dann setzte sie mit brüchiger Stimme fort:

„Was du von uns bekommst, kann dich tragen. Aber Anerkennung kann genauso wie der Wind ganz schnell eine andere Richtung einnehmen. Deine Freunde und deine Familie sind wie ein Kreuzfahrtschiff stabil genug, um selbst gefährlichen Winden zu widerstehen. Sieh Dir unseren Sohn an, ihn interessiert es nicht, ob jemand bemängelt, dass irgendwelche Steine falsch sitzen. Er ist glücklich, weil er gerade eine Burg baut. Und weil er das tun darf, was er gerne macht. Lerne von deinem Sohn und beginne, deine Arbeit wieder zu lieben und dir selber Anerkennung zu geben, ohne dich zu sehr über die Meinung anderer zu definieren. Wenn du weniger darüber nachdenkst was Kollegen von dir halten, wirst du auch mir wieder besser zuhören. Dann würdest du mittlerweile wissen, das Nick von einem andern Kind in der KITA gehauen wurde und dass er geweint hat.“

„Das tut mir so leid.“ Damiano ging zu seinem Sohn und hob ihn hoch. Der Kleine streckte seine Hand aus und entfernte mit seinem Zeigefinger eine Träne aus den Augen seines Vaters und betrachtete sie wie ein Höhlenforscher, der ein seltenes Mineral entdeckt hatte.

„Hallo Kleiner. Ich möchte gerne zusammen mit dir an deiner Burg bauen.“ Nick strahlte ihn an.

„Die wird groß genug für Mama, dich und mich“. Damiano ließ Nick wieder runter und ergriff die Hand seiner Frau.

„Danke, dass du mir die Augen geöffnet hast.“ Als er sie dabei ansah, lag in ihrem Blickaustausch all das Vertrauen, dass sie in den Jahren ihrer Ehe zueinander aufgebaut hatten. So ehrlich, wie sie zueinander waren, konnten sie sich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Heute war er derjenige, der auf den Boden gezogen wurde.

Zärtlich nahm er sie in den Arm. Seine Frau erhob den Zeigefinger, während ihre besorgte Miene wieder ihrem ansteckenden Lächeln Platz machte.

„Das mache ich so lange, wie ich lebe! Falls wir mal in ein Altersheim müssen, und ich habe das Gefühl, dich wieder erden zu müssen, werde ich unser Bett an die Wand schieben und beginnen, mit dir eine Burg aus Legosteinen zu bauen.“ Sie strahlten sich an und gingen mit ihrem Sohn in der Mitte – jeder eine von Nicks Händen haltend – zum Mittagstisch.

Als die Familie zusammensaß, lachte Damiano Nick schelmisch an und fragte ihn:

„Kannst du mir beibringen, wie man eine Burg richtig baut?“ Sein Sprößling nickte eifrig und rief lautstark:

„Klar! Ich bin Legomeister!“ Seine Mutter, die inzwischen das Essen auf den Tellern verteilt hatte, grinste bei diesen Worten über beide Ohren. Als sie aßen, zwinkerte Damiano seiner Frau zu und erkärte:

„Dank der Ausbildung bei dem Legomeister…“, er deutete kurz mit seiner Kinnspitze auf ihr Kind,

„…brauche ich mich im Altersheim als tatteriger Opa nicht vor Legosteinen zu fürchten. Ich freue mich sogar darauf.“ Seine Frau warf ihm einen innigen Blick zu. Als sie ihren Bissen verschlungen hatte, strich sie mit einer sanften Bewegung ihres rechten Zeigefingers über seine Lippen und sagte:

„Ich nehme dich beim Wort.“

 

Sebastian Domke

Start meiner Webseite

Liebe Leute,

nun beginne ich, dieser Webseite Leben einzuhauchen.
Mein Name ist Sebastian Domke,  ich bin 36 jahre alt, und ich schreibe seit einem halben Jahr Kurzgeschichten, von denen ich einige auf www.amazon.de veröffentlicht habe.

Warum ich diese Webseite erstelle?
Als Schriftsteller habe ich Freude daran, zu schreiben und Leser mit spannenden Geschichten zu unterhalten – aber ich möchte ihnen auch Stoff zum Nachdenken liefern.
Mit ein wenig Stolz möchte ich auf mein noch recht junges Schaffen aufmerksam machen.
Einen Teil der Leidenschaft, die ich beim Schreiben empfinde, möchte ich auch auf dieser Webseite unterbringen.
Ich freue mich darauf, hier auf Leser und Gleichgesinnte zu treffen.
Geplant für diese Seite sind eine Kurzbiographie, Buch- und Filmrezensionen, Vorstellung von Musik, die ich gerne höre, eine Vorstellung meiner bisher auf www.amazon.de veröffentlichten e-books sowie ein Blog, in dem ich von meinem Leben als Autor berichte.

Vielen Dank dafür, dass Sie so weit gelesen haben und bereit sind, sich meine Webseite näher anzusehen!

Viele Grüße

Sebastian Domke