Der Appell des DALEI LAMA

58|

Liebe LeserInnen,

im Wechsel lese ich in verschiedenen Büchern. Eines davon ist »Der Appell des DALAI LAMA an die Welt«, in dem der Fernsehjournalist Franz Alt den Buddhisten interviewt.

Ich bin Christ, glaube aber wie der DALEI LAMA, dass Weltreligionen für viel Leid verantwortlich sind, insbesondere dann, wenn sie radikal gelebt werden. Und ich finde es spannend, die Perspektive des DALEI LAMA kennenzulernen.

»Die Hauptursache für Kriege und Gewalt sind unsere negativen Emotionen. Diesen geben wir zu viel Raum und unserem Verstand und unserem Mitgefühl zu wenig. Ich schlage vor: Mehr zuhören, mehr nachdenken, mehr meditieren. Mit Mahatma Gandhi meine ich: ›Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt zu sehen wünschen.‹«[DALEI LAMA, Franz Alt, »Der Appell des DALEI LAMA für eine säkulare Ethik und Frieden«, S. 11, 13. Auflage, Benvento Publishing].

Eine wertvolle Botschaft, wie ich finde. Wir glauben oft, etwas zu verändern, indem wir den Finger auf andere richten, dabei könnten wir viel mehr erreichen, wenn jeder von uns zuerst auf sich zeigen würde. Oft sind es die kleinen Veränderungen in uns, die Besonderes bewegen. Sie mögen von anderen kaum bemerkt werden, was aber nicht die Bedeutung unserer kleinen Schneebälle schmälert. Unser Herz würde es uns danken.

Oftmals lenken anklagende Äußerungen über andere von eigenen Problemen ab und verursachen Streit und sogar Kriege.

Ich stehe voll und ganz hinter der Aussage des Religionsführeres, dass wir nur Frieden »… mit uns, zwischen uns und um uns herum …« finden, wenn wir selbst zum inneren Frieden gelangen [S.11].

Das Buch umfasst weniger als 60 Seiten und schenkt seinen Lesern erfrischende Perspektiven.

Obwohl ich Christ bin, habe ich keine Angst vor anderen Glaubensrichtungen. Viele Werte aus dem Buch ähneln christlichen Werten, an denen ich mich orientiere.

Ich bin einer von Milliarden und kann nicht wissen, ob meine Überzeugungen die richtigen sind. Schon allein deswegen halte ich meinen Geist offen und begegne anderen Meinungen mit Respekt, sofern sie nicht die Würde von Menschen angreifen.

In einem früheren Blogbeitrag ging ich der Frage nach, ob ein Autor die Welt verändern kann. Einige Schlussfolgererungen ähneln diesem Beitrag (http://tintenkuenstler.de/kann-ein-autor-die-welt-veraendern/).

Schreibt, träumt, und lest schön!

Euer Sebastian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.