Der Traumhändler

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen vom Buch “Der Traumhändler” des brasilianischen Schriftstellers Augusto Cury erzählen.
Das Buch beginnt damit, dass ein verzweifelter Mensch sich das Leben nehmen möchte. Er sitzt auf einem Dachsims und möchte in die Tiefe springen. Die Polizei ist verzweifelt, da sich der gebrochene Mann auf keine Verhandlungen einlassen möchte.
Dann kommt ein Mann in zerlumpter Kleidung durch die Menge geeilt und steigt zu dem Gefährdeten aufs Dach. Culio, der Mann, der sich das Leben nehmen möchte, sagt dem ärmlich gekleideten Fremden, er wolle sterben. Er bittet den Mann, zu verschwinden. Dieser verblüfft Culio damit, dass er ein Butterbrot auspackt und die Worte an ihn richtet: „Störe mich bitte nicht bei meiner Mittagspause.“ Anschließend konfrontiert der mysteriöse Mann Culio mit tiefsinnigen Fragen, die ihn letzten Endes von seinem Vorhaben, zu springen, abbringen.
Culio folgt daraufhin dem Mann, der von sich behauptet, dass er ein Traumhändler sei. Er begreift, dass der Traumhändler ihm eben ein Komma verkauft hat, nachdem er seinem Leben einen Punkt setzten wollte.
Der Traumhändler, der in der Natur oder unter Brücken nächtigt erregt überall dort, wo er hingeht, Aufsehen. Er spricht zu den Menschen auf Beerdigungen, einer Modenschau, ja sogar vor den Vertretern eines großen Konzerns. Dabei provoziert er die Anwesenden mit Aussagen, die diese zum Nachdenken und Umdenken über das Leben und die Gesellschaft bewegen.
Der Traumhändler, in der Geschichte auch als Meister bezeichnet, behandelt seine Mitmenschen mit Respekt, dabei lädt er Ausgegrenzte wie Kranke, Diebe, Hochstapler und andere Randgestalten der Gesellschaft ein, ihm zu folgen. Seinen Anhängern vermittelt er, anderen Menschen ohne Vorurteile und mit Wertschätzung zu begegnen.

Es kommt zu einer Überraschung, als die Identität des Traumhändlers bekannt wird.

Der Traumhändler erinnert mich bei seinem Umgang mit Außenseitern und dem Hinterfragen von gesellschaftlichen Systemen an Jesus – und er zeigt, dass Menschen mit großen Macken (über die wir uns Tag für Tag lustig machen) oft was Besonderes in sich tragen, das Vielen von uns verborgen geblieben ist.
Auch wenn dieses Buch einige Bezüge zu Jesus und seiner Geschichte aufweist, ist es dennoch ein Buch, dem Atheisten und Andersgläubige ebenfalls etwas abgewinnen können, stecken doch tiefsinnige Auseinandersetzungen über unser Leben in Bezug auf unsere Gesellschaft und uns selbst darin.

Dieser Beitrag bezieht sich auf das gekürzte Hörbuch, gesprochen von Christian Schüler.
Die gelungene Lesung durch die angenehme Stimme des Sprechers ließen mich den Roman als einen Hörgenuss erleben, den ich gerne weiterempfehle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.