Ein kleiner Nachtrag

Gestern unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der meine Blogserie zwar anregend fand, jedoch selber keinen Bezug zum Schreiben hat.

Er kann sich nicht dazu durchringen, sich hinzusetzen und Texte zu verfassen.

Allerdings stellt er sich Fragen, was am Tag erfreulich war, ohne das Ergebnis aufzuschreiben, redet mit Freunden darüber und nimmt Fotos von Momenten auf, die sich positiv auf ihn auswirken. Bei Bedarf schaut er sie sich an, um Erinnerungen zu reaktivieren.

Meine Selbsthilfe-Reihe wäre in Bezug auf den individuellen Nutzen ähnlich fragwürdig wie zahlreiche Ratgeber, die mit erhobenem Zeigefinger ihre Dogmen proklamieren, sollte ich diesen Einwand ignorieren.

Ein Aspekt, den ich bereits in Teil 2 dieser Reihe hinreichend beleuchtet habe.

Sie sind, wie im Beitrag von gestern, dem 11.04. herzlich eingeladen, meinen Vorschlägen zu folgen und sie für sich auszuprobieren.

Wenn Sie jedoch nichts für Sie sind, ist das kein Mangel Ihrerseits, sondern dann hängt das damit zusammen, dass Sie ein Individuum sind, für das andere Methoden besser funktionieren.

Gott sei dank ist jeder von uns einzigartig, deswegen ist es für mich wichtig, in meinen Beiträgen zur Selbsthilfe Impulse zu geben, aus denen sich jeder bitte das heraussuchen darf, was er gebrauchen kann.

Um auf die Herangehensweise des Bekannten zurückzukommen:

Es ist gut und richtig, mit andern Menschen zu reden und dabei seinen Blick auf stimmungsfrohe Details zu richten. Die Wahrnehmung für das Positive können Sie so sicherlich ähnlich fördern wie beim Schreiben eines Positiv-Tagebuchs.

Auch wenn Sie mehrfach über Belastendes mit Vertrauten sprechen können, verringert sich die Intensität des Negativen sicherlich ebenfalls, wie beim Verfassen von Zeilen für eine Art Ballast-Buch (Beitrag vom 11.04.)

Bei mir persönlich ist es so, dass ich auch viel aus Gesprächen ziehen kann, ich mich dank des Schreibens jedoch besonders tief begreifen und in mich eintauchen kann, während sich meine Gedanken ordnen.

Das ist meine eigene Erfahrung, und ich möchte Sie ermutigen, sich auf die Suche zu begeben, um die für Sie optimale Methode zu finden.

Die Idee, Fotos von wohltuenden Momenten, von der Natur zu schießen, finde ich klasse.

Ich glaube, wir brauchen positive Nuancen, die uns helfen können, Tiefs zu überwinden; und wenn sie wie ein Foto griffbereit in der Bilddatenbank des Handys liegen: Umso besser. 59|

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn Sie so, wie der Bekannte von mir, Anregungen haben, mit denen Sie etwas zum Thema Selbsthilfe beitragen möchten, freue ich mich über eine E-Mail von Ihnen! Schicken Sie Ihre Anregungen bitte an sebastian.domke@tintenkuenstler.de.

Ihr Sebastian Domke

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