Hot, hot, hot! Heute wollen wir ein heisses, sinnliches Zitat von dir lesen.

Autorenwahnsinn

Tag 19

Liebe LeserInnen,

die folgende Szene stammt aus der gefühlten Mitte meines Manuskripts, ich habe sie zu Papier gebracht, um eine Schreibflaute zu überwinden:

Ausgangspunkt ist Yanniks Perspektive.

»Hey, was machst du da«, ruft sie, als ich zwei leere Tetra-Packs vom Boden aufhebe, um sie in den gelben Sack zu befördern.

»Ich schmeiß den ganzen Ballast weg.« Ich bücke mich und greife nach zwei Taschentüchern, die unter dem Wohnzimmertisch liegen.

»Warum tust du das?«

»Weil ich weiß, dass es dir guttut.«

Verschmitzt grinse ich sie an. »Weißt du, ich mag deinen Kopf!« Diana runzelt die Stirn.

»Du magst meinen Kopf« wiederholt sie, als würde sie mit einem Kind sprechen, das die Spielwiese der Realität für einen Moment verlassen hat.

»Der Müll in der Wohnung ist mit dem Müll in deinem Kopf verbunden«, erkläre ich. »Verschwindet der eine Müll, verschwindet auch der andere, wie beim Ändern und synchronisieren von PC und Cloud.«

Nun betrachtet sie mich wie eine fremde Spezies. »Und das ist dir ein Anliegen, weil du meinen Kopf magst.«

Ich nicke, bemüht, ernst zu bleiben.

Ihre Mimik wirkt vorwurfsvoll.

»Also, den Rest an dir mag ich auch«, sage ich hastig.

Sie legt den Kopf schief, sodass ihr rotes Haar mitschwingt.

»Gerade noch mal die richtige Abzweigung genommen.«

Ich spüre, wie Blut in mein Gesicht schießt.

»Also, ich wollte nicht oberflächlich sein. Ich …«

»Psst.« Diana legt mir den Zeigefinger auf den Mund und beißt sanft auf die Unterlippe.

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»Sollte ich … besser …. schweigen?«, presse ich mühsam hervor.

Sie schaut mir unverwandt in die Augen.

»Ich weiß nicht, ob du schweigen kannst, bei dem, was ich mit dir vorhabe.« Verführerisch zieht sie die Augenbrauen hoch und lockt mich, näher zu kommen.

Zögernd nähere ich mich ihrem Gesicht, der Zeigefinger trennt uns wie ein Schutzwall.

»Warte«, stoße ich angestrengt hervor.

»Was ist los? Du wirkst etwas mitgenommen.«

»Ich möchte dir heute Nacht einen Traum erfüllen.«

»So langsam kommen wir der Sache näher.« Sie wandert mit der Hand den Rücken herunter.

»Lass uns alles um uns herum vergessen und heute nacht schwimmen gehen«, sage ich.

Schreibt und lest schön!

Euer Sebastian

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