Ich und die Menschen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern beendete ich das Lesen des Romans „Ich und die Menschen” von Matt Haig. Über diesen Roman möchte ich an dieser Stelle berichten.

Andrew Martin, ein Mathematikprofessor, hat die Riemannsche Vermutung bewiesen (wonach alle Primzahlen bestimmbar sind).
Die Außerirdischen wollen unbedingt vermeiden, dass sich unter den Menschen diese Erkenntnis verbreitet, denn sie wollen nicht, dass sich die Erdenbewohner zu schnell weiterentwickeln.
Also schicken sie eine der Ihren auf die Erde. Alle Beweise der Riemmanschen Vermutung sollen vernichtet werden.
Der Professor stirbt, als der Alien seinen Körper übernimmt. Der Gehirnscan des Mathematikgenies war nicht vollständig, als das passierte.
So besitzt der Außerirdische viele Lücken, überhaupt muss er sich vieles Wissen erst aneignen. Er weiß z. B. noch nicht, was Liebe, Musik und Gedichte für einen Sinn haben und geht davon aus, dass die Menschen gemeingefährlich sind, da sie ihren eigenen Planteten zerstören und ihnen lediglich Krieg, Macht und Geld von Bedeutung sind.
Neben der Arbeit des Professors an dem Beweis sollen auch alle Menschen, die davon erfahren haben, ausgeschaltet werden.
Nach und nach lernt der Außerirdische, welche inneren Kämpfe das Menschsein ausmacht, und er lernt es, differenziert über die menschliche Existenz zu denken.

Eines der Ratschläge, die der Alien dem  Sohn des Professors gibt, ist:

„Jede neue Technologie auf der Erde ist in fünf Jahren lächerlich überholt. Halte dich an Dinge, die auch in fünf Jahren nicht lächerlich sein werden. Liebe, ein gutes Gedicht. Ein Lied. Der Himmel.”
Das Buch ist mit Herz, Humor und Charme geschrieben, der Autor versteht es, dabei zugleich witzig zu sein und ernsthafte Gedanken über unser Dasein an den Leser zu transportieren.

Beeindruckt hat mich auch der Werdegang des Autors.
Matt Haig litt früher unter Panikstörungen, er schaffte es nicht einmal hinauszugehen, um die Einkäufe zu erledigen.
Dann bemerkte er, dass das Lesen von Büchern das Einzige war, das ihm helfen konnte, zur Ruhe zu kommen.  Irgendwann kam er auf die Idee, zu schreiben. Auf diesem Weg stellte er fest, wie gut das Schreiben für seine Psyche war und wie es ihm half, im Leben besser zurechtzukommen.
So wurde er Schriftsteller.

Das Buch ist absolut empfehlenswert!

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