Abenddämmerung

Liebe LeserInnen,

ich wünsche euch zwischen den Marschbewegungen unserer schnellebigen Zeit Momente der Ruhe, zum Innehalten. Zu diesem Anlass teile ich meine Gedanken bei der gestrigen Abenddämmerung mit euch – von einem meiner Lieblingsplätze:

58|Sanftes Rauschen der Blätter im Wind. Vögel zwitschern, zwei davon verabschieden sich melodisch vom heutigen Tag. Ermutigendes Grillenzirpen. Am Horizont dreht sich stark und mächtig ein Windrad. Der Himmel schimmert golden und ich vermag meinen Blick nicht vom Windrad zu lösen. Manchmal fühle ich mich kraftlos, aber vielleicht verfüge ich über ähnliche Stärke, wie die Rotorblätter es präsentieren. Wenn die Berge umhüllt von Nebelschwaden sind, ist die Sicht zu dem Energiespender nur verschleiert, ähnlich, wie ich mitunter meine Kraftquelle nicht wahrnehme. Aber zu wissen, dass sie da ist, schenkt mir Hoffnung. Der Singsang der Vögel geschieht nun im Einklang eines Chors. Einzigartig schön und einheitlich beschwingend lausche ich einer Komposition, die nie dagewesen ist und nie wiederkehren wird. Dieser Moment ist pures Glück, in ihm steckt jener göttliche Funken, der sich offenbart, wenn man im Natürlichen das Besondere sieht. Der Horizont könnte auch Beginn eines Ozeans sein. Unten blau und darüber gelb-golden leuchtend die Himmelslinie. Ich fühle mich wie ein Wanderer am Rande der Welt, vor einem Universum, das noch niemand entdeckt hat. Ich habe das Gefühl zu verschmelzen, eins zu werden mit dem großen Ganzen, das mich umgibt, und von dem ich nur ein winziges Teilchen bin. Hin und wieder denke ich: Das große Glück ist so weit entfernt, dabei ist es is so nah, dass ich oft darüber gestolpert bin, ohne es zu bemerken.

Träumt, lest und schreibt schön!

Euer Sebastian

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