Corona – Die Chance in der Gefahr

59|Der Corona-Virus hat uns kalt erwischt und stellt uns vor eine Herausforderung, die an Kriegszeiten erinnert.

Tagtäglich überschlagen sich Meldungen über die Absage von Veranstaltungen, die Schließung von Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Als Bürger werden wir vom Staat zur Verantwortung für andere und uns selbst aufgerufen, und das mit recht. Denn: Sollten wir uns anstecken, würde unser Immunsystem das vielleicht bewältigen können, das gilt aber nicht unbedingt für die Abwehrkräfte alter und kranker Menschen aus dem Umfeld.

Die Welt steckt in einer Krise. Das ist aber kein Grund zu resignieren.

Im Chinesischen setzt sich das Wort Krise aus zwei Symbolen zusammen. Das erste steht für Gefahr. Das zweite für Chance.

Aber was für Chancen könnte Corona uns bieten?

– Unsere Gesundheit ist ein gemeinsamer Nenner aller, unabhängig von religiösen oder politischen Überzeugungen wollen wir, dass es uns gut geht. Das bedeutet für uns die Chance, näher zusammenzurücken und einander zu helfen. Wenn wir uns nicht als Wettbewerber, sondern als Gemeinschaft sehen, dann besteht die Hoffnung, dass wir aus dieser Situation gestärkt hervorgehen.

– Dies ist ein guter Moment innezuhalten und sich bewusst zu machen, wer oder was einem wichtig ist, welche Ziele dem eigenen Dasein Sinn verleihen und zu entdecken, wie himmlisch es ist, miteinander zu teilen und füreinander einzustehen.

– Anstatt den ganzen Tag die Nachrichten zu verfolgen (Ich lese auf infektionsschutz.de und in den lokalen Nachrichten 1-2 mal am Tag), können wir uns medienfreie Zeiten einrichten, in denen wir Musik hören, ein Buch lesen, zeichnen oder schreiben.

In »Apology for Wonder« schrieb der Theologe und Philosoph Sam Keen: »Staunen heißt leben in einer Welt, die nicht in Gesetz und Brauch erstarrt ist, sondern uns ständig neue Erfahrungen beschert, in der nicht Pflicht, sondern Freude unser Dasein bestimmt. Staunen heißt in der Gegenwart leben, anstatt in der Zukunft.«

Was erfreut oder ermutigt euch? Schreibt gerne Mutmach- und Kraftbotschafen über all das, was euch jetzt stärkt, in die Kommentare!

2 thoughts on “Corona – Die Chance in der Gefahr

  1. Lieber Tintenkünstler,

    Von Herzen Dank für Deine Impulse! Gerade das Zitat von Sam Keen hat mich bewegt, hier hinein zu schreiben!

    „….sondern FREUDE unser Dasein bestimmt. STAUNEN heißt in der Gegenwart LEBEN anstatt in der Zukunft.“

    Da ‚Corona‘ übersetzt KRONE heißt, habe ich von Anfang den Sinn dieser Krise gesucht:

    Genau das sind die beiden Dinge, die ich besonders lebe: FREUDE und STAUNEN! Denn genau das ist das, worum es im Leben geht.

    Die Vögel, die viel lauter singen; die Tiere, die viel zutraulicher sind, weil es leiser da draußen ist, die Sonnenstrahlen, die mich wach küssen; meine Wohnung, die ich endlich mal strukturieren und ordnen kann; ein Onlineseminar, bei dem ich meinen Geist nähren kann; ein Waldbad, bei dem ich mich so sehr über eine kleine Hummel, ein Spinnenweb im Baumstamm, am satten Grün der Bäume unter strahlend blauem Himmel und an jedem noch so kleinen Mauseloch erfreue; ein leichter, warmer Wind, der mein Haar durchweht; und selbst social distance ist mir sehr sympathisch! Hier zitiere ich gern Eckhard von Hirschhausen: „Das große Zeichen von LIEBE ist, im Moment Abstand zu halten!“

    Das Leben ist schön!
    WAS für ein Geschenk, Corona! ❤️🙏

    1. LIebe Anke,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast sehr schöne Worte für die Freude und das Staunen um und in uns gefunden, dass ich dem nichts mehr hinzuzufügen weiß. Schön, dass du so positiv mit der Situation umgehen kannst. Ich muss gerade grinsen, deine Worte tun gut. 🙂

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