Interview mit Simone von tintenglueck.de

44|Hallo Simone, auf deiner Webseite tintenglueck.de schreibst du über das Schreiben. Gab es ein Ereignis, das deine Freude dafür entfacht hat?

Hallo Sebastian, hallo Sebastians Leser, nein, es gab kein spektakuläres »Schreib-Ereignis« für mich. Ich hatte schon als Kindergartenkind einen absoluten Faible für schöne Hefte und Büchlein zum Reinschreiben, bzw. rumkritzeln.

Auf Reisen versuchte ich, dort meine Erlebnisse festzuhalten, klebte Eintrittskarten in die Bücher und Vieles mehr. Meine Mutter, ehemalige Grundschullehrerin, freute sich natürlich sehr über mein Schreibinteresse und brachte mir einige Wörter bei.

In der Schule konnte ich es also kaum abwarten endlich »richtig« schreiben zu können. Mit absolutem Feuereifer schrieb ich die Hefte mit einzelnen Buchstaben voll und Tata: Endlich saß es!

Schreibst du lieber Gedichte, Erzählungen oder Sachtexte?

Hm, von allem ein bisschen und nichts wirklich eigentlich … Ich schreibe super gerne mit der Hand und einfach um des Schreibens willen. Ich entspanne dabei und fühle mich pudelwohl. Meinen Blog Tintenglück würde ich, wenn es möglich wäre, auch am liebsten handschriftlich verfassen, aber in diesem Fall füge ich mich dann doch dem digitalen Zeitalter!

Gedichte, Erzählungen, Sachtexte, von allem habe ich etwas. Beruflich musste ich viele Konzepte entwickeln, auch da ging es natürlich ebenfalls um die Kunst des Schreibens.

Aber ich bin in meinen Augen keine wirkliche Autorin oder so, ich schreibe lieber Briefe, Postkarten, Spirituelles, Gedanken, etc. Das ist nun wahrscheinlich eine Definitionsfrage …

Wenn du ein Buch schreiben würdest, welchen Titel würdest du wählen?

»So geil kann alt-sein sein«. Zumindest heißt mein imaginäres Buch heute so. Wenn du mich das in 4 Wochen fragst, kommt wahrscheinlich etwas anderes dabei heraus.

Wenn du nur drei Sätze zur Verfügung hättest, mit welchen würdest du einen Interessierten zum Schreiben motivieren?

Genieße das Schreiben. Lerne dich dabei besser kennen. Sei es dir wert!

Wenn du eine Frage frei hättest, die du einem beliebigen Schriftsteller stellen dürftest, welche wäre es und an wen würdest du sie richten?

Auch diese Frage ist stimmungsabhängig, aber heute leicht zu beantworten. Ich wähle meinen Wildvogel-Guro Peter Berthold und frage: Peter, wie schaffst du es bei all diesen Ignoranten und Besserwissern nicht zu verzweifeln und so engagiert am Ball zu bleiben???

Nenne mir bitte dein Lieblingsbuch und verrate mir, was dir an ihm gefällt.

Ich schaffe es nicht, nur ein Buch zu nennen, entschuldige Sebastian.

»The Secret«, Rhonda Byrne: Ich bin absolut überzeugt von dem, was sie schreibt. Die Überzeugung, dass ich mein Leben selbst zu verantworten habe und es steuern muss und kann, wie ich es eben leben möchte, hat mir oft sehr geholfen. Oft gelingt es mir darauf zu achten, was ich denke und ausspreche und somit viiiiiel Gutes in mein Leben zu ziehen. Danke, Universum!

»Stein und Flöte und das ist noch nicht alles«, Hans Bemmann: Einfach immer wieder schön und als sanfte Lektüre sehr geeignet.

»Piet und der alte Fischer«, deutsche Übersetzung von Peter Seifert: Mein unangefochtenes Lieblingsbuch aus Kindheitstagen.

Zum Abschluss eine gemeine Frage:
Nur mal angenommen, du hättest nur noch Tinte für zehn Worte und der Tintenweltvorrat wäre aufgebraucht, was würdest du schreiben?

Vielen Dank. Es war toll dabei zu sein!

Liebe Simone, ich danke dir für deine Zeit und deine spannenden, motivierenden Antworten.

Liebe LeserInnen, schaut doch mal auf tintenglueck.de vorbei. Ihr findet dort tolle Beiträge: Vom Drechseln eines Füllers bis über die Gebrüder Grimm, Astrid Lindgren und die Schreibarbeit eines Softwareentwicklers.

Lest, schreibt und träumt schön!

Euer Sebastian

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